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Sonnenschutz - Cremes & Co.

Natürliche Alternativen zur klassischen Sonnencreme für gesunde Haut im Sommer

Freitag, 19. Juni 2026 09:19


Aktuelle Forschungen bringen immer mehr zum Vorschein, dass einige Stoffe in den klassischen Sonnencremes für den Körper und die Umwelt sehr bedenklich sind.


Einige Stoffe stehen u. a. im Verdacht oder haben schon gezeigt, mit dem Hormonsystem zu interagieren und es aus der natürlichen Balance zu bringen.

Auch das enthaltene Mikroplastik ist ein großes Thema bei Umweltschützern, da es in die Gewässer gelangt und so gut wie nicht abbaubar ist.

Auch unser Organismus ist bis jetzt nicht dazu in der Lage, Mikroplastik richtig auszuscheiden, was in der Fruchtbarkeit der Menschen ein großes Problem mit sich bringt.


Allgemein ist Sonneneinstrahlung nicht direkt schädlich, sondern notwendig zur Synthese von Vitamin D. Dabei ist es sogar sinnvoll, den Körper ohne Sonnenschutz mit der Sonne zu konfrontieren. In unseren Breitengraden ist die Empfehlung hier die Vormittagssonne bis ca. 11 Uhr. Dabei reicht es aus, 20-30 Min in der Sonne zu sein, mit so wenig Bekleidung wie möglich.

Von direkten Aufenthalten in der Mittagssonne ist allerdings abzuraten, genauso wie der Aufenthalt über mehrere Stunden.


Welche Möglichkeiten haben wir, uns im Sommerurlaub oder im Freibad vor starker UV-Strahlung zu schützen?

 

  1. Schutz von Innen

Antioxidantien besitzen die Fähigkeit, die Zellen vor schädlichen Einflüssen zu schützen, vor sogenannten freien Radikalen.

Das gilt nicht nur für körpereigene Stoffwechselendprodukte, die wir auf physiologischer Ebene bilden, oder für oral aufgenommene "schädliche" Substanzen wie Pestizide, Herbizide und Co.

Dieser Mechanismus beinhaltet auch über die Haut aufgenommene Stoffe.

Hier ist es wichtig, den Körper mit genügend "Treibstoff" zu füttern, z. B. in Form von OPC, Vitamin C und im Speziellen mit Astaxanthin.

Es konnte in einigen Studien gezeigt werden, dass die vorbeugende Einnahme von Astaxanthin die Haut vor UV-Strahlung schützt und einen natürlichen Lichtschutzfaktor bildet.


Was ist Astaxanthin? Astaxanthin ist ein natürlich vorkommender roter Farbstoff aus der Gruppe der Carotinoide. Er wird von bestimmten Mikroalgen gebildet und gelangt über die Nahrungskette in Meerestiere wie Lachs, Garnelen und Krabben, denen er ihre charakteristische rosa-rote Färbung verleiht.


Woher stammt Astaxanthin?Die Hauptquelle ist die Mikroalge Haematococcus pluvialis. Unter Stressbedingungen wie starker UV-Strahlung oder Nährstoffmangel produziert sie besonders große Mengen dieses roten Pigments, das ihr als Schutzmechanismus dient.


Empfohlene Einnahme:Für eine vorbeugende Wirkung wird empfohlen, etwa 4–6 Wochen vor dem Urlaub mit der Einnahme zu beginnen. Übliche Dosierungen liegen bei 4–8 mg täglich. Die genaue Dosierung sollte individuell mit einer medizinischen Fachperson abgestimmt werden.

 

  1. Natürliche Öle

Einen LSF von 20-50 erreicht Himbeersamenöl - es ist ein Schutz, der gut kombiniert mit Astaxanthin angewendet werden kann. Gilt allgemein als gut verträglich und stammt aus einer Kaltpressung von Himbeersamen. Das Öl kann einfach auf die Haut aufgetragen werden.

Empfehlung: Auf unbelastete Produkte in Bioqualität und schonende Kaltpressverfahren zu achten, um unerwünschte Stoffe zu meiden.

Nachteil ist, dass Öle sich im Wasser lösen und gerade beim Schwimmen ihre Wirkung verlieren können.

 

  1. Mineralischer Sonnenschutz

Es gibt mittlerweile einige Sonnencremes, welche mit natürlichen Inhaltsstoffen hergestellt werden und Schutz versprechen.

Hier sind vier Marken, die bekannt sind und anhand der Inhaltsstoffe analysiert wurden:

 

Kriterium

Speick Sun

Eco Cosmetics Neutral

Alterra LSF 50

Lavera Sensitiv

Mineralischer UV-Filter

Zinkoxid

meist Zinkoxid + Titandioxid

Titandioxid (nano)

je nach Produkt Zinkoxid/Titandioxid

Duftstoffe

❌ keine

meist keine

⚠️ Parfum enthalten

oft Duftstoffe/ätherische Öle

Duftallergene

❌ keine

meist keine

⚠️ Limonene, Citral, Citronellol

häufig vorhanden

Alkohol

❌ nein

je nach Produkt

⚠️ enthalten

teilweise enthalten

Oxybenzon/Octocrylen etc.

❌ nein

❌ nein

❌ nein

❌ nein

Nano-Partikel

keine Angabe/nicht zentraler Bestandteil

je nach Produkt

⚠️ Titandioxid (nano)

je nach Produkt

PEGs

❌ keine

meist keine

❌ keine

meist keine

Gesamt-bewertung Inhaltsstoffe

⭐⭐⭐⭐⭐

⭐⭐⭐⭐½

⭐⭐⭐½

⭐⭐⭐

 

Der Stoff Titandioxid wird gerade im Einsatz bei Medikamentenherstellungen und Nahrungsergänzungsmitteln kontrovers diskutiert. In der Einnahme wird aktuell davon eher abgeraten. Vielleicht wäre es schon verboten wenn dieser stoff nicht in allen klassischen Pharmaka als "weißmacher" eingesetzt werden würde...?!


Da sich noch nicht nachweisen lässt, wie er über die Haut aufgenommen und weiterverarbeitet wird, würde ich eher davon abraten.


Deshalb kann ich hier besonders die Creme von Speick empfehlen.

Mineralische Sonnencremes haben eine andere Viskosität und werden manchmal als klebrig beschrieben. Es ist auch möglich, dass kleine Pickel entstehen können, weil die Poren verstopfen. Deshalb sollte die Creme nach dem Sonnenbaden bzw. zum Abend auch wieder gut abgewaschen werden, damit die Haut wieder atmen kann.

 

  1. Kleidung

Klingt im ersten Moment bei 30 Grad vielleicht irritierend, wenn wir doch lieber im Bikini am Strand liegen. Interessant zu sehen ist jedoch, dass gerade die Völker, die extremen UV-Strahlen ausgesetzt sind, sehr selten leicht bekleidet in der Sonne umherwandern.

Tatsächlich sorgen natürliche Stofffasern wie Leinen, Merinowolle, Baumwolle für eine deutlich bessere Akklimatisierung als unsere Kleidung aus Polyester und Polyacryl.

Weshalb auch Ägypter häufig Leinengewänder tragen.

Wenn wir also wirklich lange in der Sonne sind, ist es vielleicht einen Versuch wert, ob uns ein dünnes Leinengewand nicht vielleicht besser akklimatisiert als ein Bikinitop mit Sonnencreme.


Sonne ist definitiv nicht unser Feind. Sie spielt eine essentielle Rolle in unserem Leben und ist eine unverzichtbare Quelle für Vitamin D, das für unsere Gesundheit von großer Bedeutung ist. Aber wie bei allen Dingen ist es die Dosis, die den Unterschied macht.

Zu viel Sonnenexposition kann zu schmerzhaften, leichtfertigen Verbrennungen führen, die nicht nur unangenehm sind, sondern auch langfristige Hautschäden verursachen können. Auf der anderen Seite ist ein striktes Sonnenmeiden ebenfalls keine Lösung, da wir die positiven Effekte der Sonne nicht vollständig ignorieren sollten.

Ein ausgewogenes Verhältnis ist entscheidend, um die Vorteile der Sonnenstrahlen zu genießen, ohne die Risiken in Kauf nehmen zu müssen.

Wenn wir auf unseren Körper hören und spüren, dass es zu viel Hitze gibt, signalisiert er uns bereits, dass es Zeit für Schatten ist.

Diese natürlichen Warnsignale sind wichtig und sollten ernst genommen werden. Ein Aufenthalt im Schatten kann nicht nur helfen, Überhitzung und Sonnenbrand zu vermeiden, sondern auch dazu beitragen, unsere Haut und unseren Körper vor den schädlichen UV-Strahlen zu schützen.

Es ist ratsam, regelmäßig Pausen im Schatten einzulegen, besonders während der heißesten Stunden des Tages, wenn die Sonnenstrahlung am intensivsten ist.

In der Prävention lohnt es sich, mit Vitalstoffen wie Antioxidantien ein gutes "Puffer"-System aufzubauen, um auch im Sommer von der Sonne zu profitieren.


Antioxidantien, die in vielen Obst- und Gemüsesorten vorkommen, können helfen, die Haut vor oxidativem Stress zu schützen, der durch UV-Strahlen verstärkt wird. Lebensmittel wie Beeren, Nüsse, grünes Blattgemüse und Zitrusfrüchte sind reich an diesen wertvollen Verbindungen. Darüber hinaus kann die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, die speziell auf den Schutz der Haut ausgerichtet sind, eine sinnvolle Ergänzung sein.

So können wir unsere Haut nicht nur von außen, sondern auch von innen heraus stärken und auf die Herausforderungen des Sommers vorbereiten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Sonne, wenn sie in Maßen genossen wird, viele positive Effekte auf unsere Gesundheit hat. Ein bewusster Umgang mit Sonnenlicht, kombiniert mit einer gesunden Ernährung, kann uns helfen, die Vorteile der Sonne zu nutzen und gleichzeitig unsere Haut und unseren Körper zu schützen

Es ist wichtig, ein Gleichgewicht zu finden und auf die Bedürfnisse unseres Körpers zu achten, um die warmen Monate in vollen Zügen genießen zu können.


Herzensgruß & einen schönen Sommer

Samanta Hussong


 
 
 

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