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Die Erde kocht uns aus - Was wir von der Hitze lernen dürfen

Die vergangene Hitzeperiode hat viele Menschen an ihre Grenzen gebracht und teilweise darüber hinaus. Wir kennen die Blickpunkte der "Globalen Erwärmung" und die stetig wachsenden Extreme, mit denen das Wetter uns konfrontiert.


Wie die wissenschaftlichen Zusammenhänge sich darstellen, kann jeder selbst recherchieren und hat es wahrscheinlich auch schon zum Teil getan, doch heute möchte ich gerne einen Blickpunkt aus schamanischer Sicht mit euch teilen.



Hier möchte ich hier auf fünf prägnante Punkte eingehen, die sich verstärkt gezeigt haben.


  1. Die Trennung von der Natur.

    Der Mensch hat sich in den letzten 1000 Jahren ein Lebensumfeld geschaffen, das uns suggeriert, wir seien getrennt von der Natur und ihren Elementen. Was die Hitze uns gezeigt hat, ist genau das Gegenteil. Wir wurden ausgebremst, Arbeit kam zum Erliegen, Menschen sind gestorben aus mangelnder Möglichkeit, sich vor der Hitze zu schützen, und teilweise aus Leichtsinn.

    Es werden uns immer wieder klare Grenzen aufgezeigt, dass wir sehr wohl in dieser Sache mit drin hängen und wenn die Erde es will, besteht sie ganz einfach ohne uns.

    Vielleicht befreit uns dieser Punkt von unserer übertriebenen Selbstgefälligkeit.

    Wie selbstverständlich wir Straßen durch Wälder bauen, Flüsse umleiten oder abfangen für unsere Kraftwerke und die Böden in einem Überfluss ausbeuten, um sie anschließend zu überdüngen mit Chemikalien, die Insekten ausrotten, aber auch teilweise resistente Spezies bilden.

    Und dann kommt ein Vulkanausbruch, eine Hitzewelle, eine Überschwemmung oder eine Dürre und wir sind sowohl ratlos als auch ausgenockt.


    Wäre es da nicht Zeit für einen Perspektivwechsel? Die Urvölker haben uns hier einiges an Weisheit voraus. Auch wenn der Westen nichts von Regentänzen versteht, so kann er die Elemente und die Gegebenheiten schätzen lernen. Die indigenen Völker tun das jeden Tag. Sie bitten nicht um Rettung, wenn etwas schiefgegangen ist, sie versuchen vorausschauend zu denken, um Tiere, Erde und Mensch in einer Symbiose zu halten. Sie sind auf das gleiche Wasser angewiesen wie die Tiere und auf die Tiere und Pflanzen, um ihre Ernährung zu sichern. Das ist nur ein Grund, warum ihnen das Zusammenspiel deutlich bewusster ist als uns.


    Unser Wasser kommt aus der Leitung oder aus dem Supermarkt. Ich erinnere mich daran, als ich vor einigen Jahren an einer Trinkwasserquelle war, um mir Wasser abzufüllen. Nebenan war ein Spielplatz, und Kinder tobten. 80% der Kinder waren so erstaunt und auch ängstlich, dass ich dieses Wasser trinke, dass ich erschrocken war. Die Eltern wollten sie natürlich davon abhalten - weil man ja nie weiß, was in dem Wasser drin ist. (Tatsächlich eine geprüfte Trinkwasserquelle im Saarland) Dieses Beispiel zeigt wohl auf, wie weit wir von unserem Ursprung entfernt sind.

    Wir haben den Bezug zu unserer Herkunft verloren, zu dem, was uns versorgt und nährt.

    Solche extremen Wetterbedingungen erinnern uns daran - nicht sanft, sondern mit Nachdruck, weil wir sonst nicht agieren. Schamanische Stämme bilden in solchen Fällen einen Krisenrat. Dieser tagt so lange, bis eine Lösung für die Gemeinschaft gefunden wurde - stets im Einklang mit der Natur und ihren Bewohnern.

    Auch wir sind diese Bewohner, auch wir benötigen die gleichen Ressourcen.

    Schutzräume wie Tiere. Also stellt sich die Frage wie können wir hier neue schaffen?


  1. Erkenntnisse der Realität

    Unzählige Bilder wurden in den letzten Tagen auf Social Media veröffentlicht, welche Temperaturunterschiede an Stränden und begrünten Flächen zeigen. Es zeigt so wunderbar auf, wie sehr uns die Natur Ressourcen liefert, wenn wir mit ihr arbeiten.

    Eine Straße, die von Bäumen umgeben ist, heizte sich auf 32° auf, im Gegensatz zum Asphalt mit 47°. Die Asphalttemperaturen können bis zu 33° höher sein als die Lufttemperaturen. So ist ein Aufenthalt dort von Mensch und Tier wirklich nicht zu empfehlen aus gesundheitlicher Sicht.


  1. Sonne ist nicht unser Feind - aber Vorsicht

    Jeder kennt den Spruch verbrenne dich nicht am Feuer, nicht nur aus rein körperlicher Empfindung, sondern auch in Bezug auf leidenschaftliche Beziehungen. Das Feuer kann befruchtend sein, wärmend und nährend. So im Kaminofen als auch auf dem Grill. Ähnlich verhält es sich mit verzehrenden Liebschaften, die uns auch "ausbrennen" können.

    Das Element Feuer steht im Schamanismus auch für pure Transformation. Die Notwendigkeit, das Alte abbrennen zu lassen und die Asche wieder als fruchtbaren Dünger der Erde zu übergeben, genau das Gleiche geschieht auch bei Waldbränden und Vulkanausbrüchen. So ist es im wahrsten Sinne des Wortes ein Spiel mit dem Feuer, sich in die pralle Sommersonne zu begeben. Gleichzeitig wissen wir, dass die Sonneneinstrahlung lebenswichtig für uns Menschen ist, u. a. zur Vitamin-D-Synthese. Mehr dazu im Beitrag Sonnenschutz.


  2. Es ist nicht nur die Hitze, es sind die kosmischen Energien

    Wir befinden uns in einer radikalen Wandlungsphase in der Menschheitsgeschichte, die es so noch nicht gab - jedenfalls nach unserem Wissensstand.

    Man muss nicht spirituell arbeiten, um zu spüren, dass Systeme abgelöst werden und alte Strukturen aufbrechen. Die Sonnenkraft ist pure kosmische Einstrahlung und eine sehr hohe Energie, die sich durch alle Körperzellen arbeitet. Und so bricht sie auch in uns alles auf, ob wir wollen oder nicht.

    Deshalb ist das Nervensystem nicht nur am Limit, weil es Hitze abpuffern muss, sondern auch durch die Konfrontation mit den inneren Themen, die sich zeigen.


  3. In eine Zwangspause versetzt

    Die Hitzewelle hat uns in eine Zwangspause versetzt, manche konnten das bewusst wählen und haben automatisch einen Gang runtergeschaltet. Andere wurden durch den Körper ausgebremst oder den Arbeitgeber. Nicht höher, schneller, weiter, sondern langsamer, bewusster hinschauen.

    Es wurde sehr viel Druck aufgebaut. Nicht weil man uns brechen will, sondern damit alles Unechte seine Kraft verliert. Denn mal ehrlich, die meisten von uns haben auf unnötige Diskussionen verzichtet und nur das Nötige getan.

    So wurden viele auch mit der Frage konfrontiert: Was ist das Nötige?

    Sich über einen Autofahrer aufzuregen? Der Norm entsprechend eine Grillparty nebenher zu schmeißen? Tieren Wasser bereitzustellen? Alte und kranke Menschen zu unterstützen? Das Nervensystem gut zu versorgen und Nährstoffe zuzuführen.

    Vielleicht auch mal einen Salat und eine Nektarine mehr anstatt das Steak mit Pommes... einfach weil das körperliche Bedürfnis so groß war.



Alle Elemente haben die gleich Wertigkeit. Die Natur zeigt uns immer wieder, dass

Gleichgewicht von entscheidender Bedeutung ist. Feuer lässt sich mit Wasser ausgleichen. Ohne Feuer gibt es keine Wärme. Ohne saubere Luft können wir nicht atmen. Ohne Wasser gibt es kein Leben. Ohne Erde keine Ernte.


Für viele der Herausforderungen unserer heutigen Zeit gibt es eine einfache Antwort: die Rückkehr ins Gleichgewicht mit Mutter Erde. Das bedeutet nicht, auf Fortschritt zu verzichten oder in der Vergangenheit zu leben. Es bedeutet, uns wieder daran zu erinnern, dass wir Teil der Natur sind und nicht über ihr stehen.

Je achtsamer wir mit den Elementen umgehen, desto achtsamer werden wir auch mit uns selbst. Denn die Erde reagiert auf unser Handeln – und wir reagieren auf das ihre. Vielleicht sind die zunehmenden Extreme deshalb nicht nur eine Warnung, sondern auch eine Einladung, wieder zuzuhören, Verantwortung zu übernehmen und das Gleichgewicht neu zu finden.



Was hat die Hitze euch gelehrt? Welche Erkenntnisse oder Veränderungen habt ihr für euch mitgenommen? Ich freue mich darauf, eure Gedanken und Erfahrungen in den Kommentaren zu lesen.

 
 
 

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